Was ist besser: Vermietung an Tagesgäste oder Monatsgäste?
Tagesgäste oder Monatsmiete? Wer möbliert vermietet, sollte genau hinsehen: Mehr Aufwand, Leerstand & strenge Regeln bei Tagesgästen – oder lieber entspannt, stabil & gesetzeskonform mit Monatsgästen? Jetzt mehr erfahren!
Wer eine möblierte Wohnung besitzt und über die Vermietung nachdenkt, steht früher oder später vor der entscheidenden Frage: Tagesgäste oder Monatsgäste – was lohnt sich mehr? Auf den ersten Blick wirken Plattformen wie Airbnb oder Booking verlockend. Kurze Buchungen, schnelle Einnahmen, viel Flexibilität.
Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Die Vermietung an Monatsgäste ist in vielen Fällen die deutlich stressfreiere und nachhaltigere Lösung.
##### 1. Tagesvermietung – klingt einfach, ist aber aufwändig
Viele Einsteiger unterschätzen den Aufwand, der mit der Vermietung an Tagesgäste verbunden ist:
Hoher Betreuungsaufwand: Jeder Gast bringt neue Fragen, Wünsche und Bedürfnisse mit sich – von der Anreise über die Schlüsselübergabe bis zur Kommunikation bei Problemen.
Häufige Wechsel und Leerstände: Nach zwei Nächten ist oft wieder Schluss – und es bleibt ein leerer Tag bis zur nächsten Buchung. Diese Lücken summieren sich schnell.
Reinigungsstress: Zwischen jeder Buchung muss die Wohnung gereinigt und wieder hergerichtet werden – oder es muss ein externer Reinigungsservice organisiert werden.
Unvorhersehbare Auslastung: Gerade in Städten ohne hohe touristische Nachfrage schwankt die Buchungslage stark, was zu Unsicherheit bei der Einkommensplanung führt.
Unangenehme Gäste: Tagesgäste sehen die Wohnung oft eher als Hotel – das führt nicht selten zu größerer Abnutzung oder unachtsamem Verhalten.
##### 2. Vermietungsportale reichen oft nicht aus
Ein weiteres Problem: Ein einziges Buchungsportal wie Airbnb oder Booking sorgt selten für volle Auslastung. Die meisten professionellen Anbieter sind auf 10 oder mehr Plattformen gleichzeitig präsent, um ausreichend Gäste zu gewinnen. Das wiederum erfordert:
- Einen Channelmanager, um Verfügbarkeiten und Buchungen zentral zu verwalten
- Technisches Know-how und Zeit für das Handling mehrerer Plattformen
- Mehr Kosten für Software, Provisionsgebühren und potenzielle Doppelbuchungen
##### 3. Vorsicht: Gesetzliche Einschränkungen bei Tagesvermietung
Nicht zu vergessen: Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Tagesvermietung wurden in vielen Städten stark verschärft. In Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München gelten mittlerweile:
- Genehmigungspflichten
- zeitliche Beschränkungen (z. B. max. 90 Tage pro Jahr)
- Verbot der kurzfristigen Vermietung ohne Nutzungsänderungsantrag
- Strenge Kontrollen und hohe Bußgelder bei Verstößen
Oft ist sogar eine baurechtliche Nutzungsänderung erforderlich, wenn Sie eine Wohnung regelmäßig an Feriengäste vermieten möchten – das bedeutet nicht nur Aufwand, sondern auch Genehmigungsrisiken.
##### 4. Warum Monatsgäste oft die bessere Wahl sind
Demgegenüber bietet die Vermietung an Monatsgäste – z. B. an Berufspendler, Projektarbeiter oder Firmen – viele Vorteile:
- Weniger Wechsel, weniger Aufwand
- Stabile Einnahmen durch planbare Mietzeiträume
- Geringere Abnutzung, da viele Gäste „wie zu Hause“ wohnen
- Keine Sondergenehmigung erforderlich, solange die Wohnung regulär gemietet wird
Mehr Ruhe für alle Beteiligten
Unser Fazit:
Auch wenn die kurzfristige Vermietung an Tagesgäste auf den ersten Blick attraktiv erscheint, zeigt sich im Alltag schnell: Monatsvermietung bringt Ihnen mehr Ruhe, Planbarkeit und Freude an Ihrer Immobilie. Sie sparen sich Stress, Leerstände, rechtliche Stolperfallen – und gewinnen dafür zuverlässige Gäste, die Ihr Objekt zu schätzen wissen.
Wenn Sie Ihre Wohnung professionell vermieten möchten, unterstützen wir Sie gerne. Senden Sie uns einfach aussagekräftige Fotos oder ein kleines Video – wir erstellen für Sie unverbindlich ein individuelles Angebot und beraten Sie zur optimalen Auslastung.
Herzlichst,
Claudia Urban von urbanbnb.de